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Alt 08.06.2013, 13:29   #36
Bai Männlich
Ritter
 
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hmmm.... Sachen auswendig lernen mach ich in den meisten Fällen vollkommen plump, also ohne Merksätze, einfach nur büffeln. Beispielsweise kann ich - da ich Chemie studiert habe - die Hauptgruppenelemente und Übergangsmetalle auswendig, also ihre Position im Periodensystem (Das sind die wichtigsten Elemente, den Rest kann ich teilweise). Gemerkt habe ich mir das aber nicht mit Sprüchen, sondern teilweise mit Melodien, mit denen ich die Namen der Elemente aufsage. Genauso verhält es sich mit meinem zweiten Fach (Ich bin angehender Gymnasiallehrer): Geographie. Da ist das topische Wissen (Was liegt wo) zwar nicht so wichtig (weil man nicht alles wissen kann), aber gerade die grundlegenden Dinge, wie die Lage aller Länder und deren Hauptstädte zu kennen ist sicher von Vorteil. Hierbei kann ich aber nur bildlich lernen, also mit Karten und die Hauptstädte, gerade von manchen afrikanischen Staaten, werden dann mehr oder weniger wie Vokabeln auswendig gelernt.
Richtige Techniken habe ich da allerdings nicht, ich lerne durch Anwendung von Wissen. Und unsinnige Sachen auswendig lernen (zB. 1000 Nachkommastellen von pi) interessiert mich nicht, da verwende ich meine Zeit für andere Dinge.

Syrienkonflikt... Ich finde das ist schwer zu sagen, in weit man eingreifen sollte, wen man wie unterstützt etc. Und selbst wenn Assad weg ist, wer sagt, dass sein Nachfolger nicht genauso ist? Wenn radikale Islamisten an die Macht kommen ist das ja auch nicht wünschenswert.
Das Problem allgemein ist, dass immer noch eine Rüstungsindustrie existiert, das immer noch überall auf der Welt geopolitische Interessen mit Waffengewalt oder zumindest Militärpräsenz durchgesetzt werden. Ein allgemeines Umdenken wird es hier nicht geben, da man ja nicht vor den anderen Nationen "den kürzeren ziehen will". Diese Mentalität, allgemein überall auf der Welt macht es schwer die Gewalt, die ja in vielen Krisenregionen allgegenwärtig ist zu durchbrechen, damit eine neue "Normalität" entstehen kann, die eben nicht zur Reproduktion von Konflikten führt.

Läuft eh grad ne Menge scheiße ab auf der Welt, gerade im Zusammenhang mit Global Scarcity (Ressourcen-Verknappung) kommt es zu immer mehr geopolitischen Auseinandersetzungen weltweit. Konflikte gabs auch früher schon, aber im Informationszeitalter kann man eben alles von zu Hause verfolgen. Wie aber unser Bild von der Welt aussieht hängt von den Informationen ab, die wir haben und wird somit stark von den Medien beeinflusst. Deshalb immer tief in die Materie eintauchen, wenn einen etwas interessiert und Gewissheiten hinterfragen.
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